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Erste Hilfe Übungen in der Volksschule
- Gibt es so etwas?

Zwei Kinder üben das Verbinden

 

 

Seit 2008 organisiert das Wiener Jugendrotkreuz Vormittage in Volksschulen, an denen Erste Hilfe Maßnahmen vermittelt werden. Das Programm namens Ein Vormittag mit dem Jugendrotkreuz ist vor zwei Jahren im Wiener Jugendrotkreuz entwickelt worden.

 

Dieses noch sehr junge Programm wird jetzt schon von fast 200 Klassen pro Schuljahr gebucht und mit großer Begeisterung von den SchülerInnen und den LehrerInnen angenommen. Unsere TrainerInnen kommen vorwiegend mit pädagogischem Hintergrund zu uns und haben einen starken Rotkreuzbezug. Sie vermitteln Kindern mit großer Begeisterung das Programm des Wiener Jugendrotkreuzes.

 

An diesen Vormittagen vermittelt ein Trainer oder eine Trainerin einfache Erste Hilfe Maßnahmen, wie Notruf, Ablauf einer Hilfeleistung, stabile Seitenlage, Selbstschutz, Wundversorgung, Krankheitsprävention und stellt den Kindern das Internationale Rote Kreuz vor. Damit haben die Kinder die Möglichkeit von Anfang an in die Erste Hilfe Maßnahmen hineinzuwachsen und in einem spielerischen Rahmen für den Ernstfall üben. Die Kinder bekommen auch ein Verbandspaket und sind sehr stolz, wenn sie am Ende des spannenden Vormittags für ihre Konzentration mit einer Urkunde belohnt werden. Weitere Informationen zu diesem Programm finden Sie unter www.jugendrotkreuz.at/vsvormittag.

 

Dhana Loner

 

 

Das Erlebnis mit dem Wiener Jugendrotkreuz

 

Seit nun bald zwei Jahren werden durch das Wiener Jugendrotkreuz die Grundsätze des Roten Kreuzes, welche man zusammenfassend mit dem Satz: Der Mensch ist immer und überall Mitmensch veranschaulichen kann, bereits in der Volksschule den Kindern greifbar gemacht.

 

Ich begann meine Tätigkeit als freiwillige Mitarbeiterin des Roten Kreuzes 2004 und darf die interaktive Tätigkeit seit Beginn des Programms Ein Vormittag mit dem Wiener Jugendrotkreuz mit den Kindern genießen. Ich bin immer darauf bedacht, mein Bestes in diesen Einheiten zu geben.

Durch meine Uniform wird das Rote Kreuz in den meisten Fällen von den Kindern erkannt. Es ist noch nie vorgekommen, dass in einer Klasse niemand gewusst hätte woher ich komme. Diese Uniform mit dem guten Ruf, welchen das Rote Kreuz hat, ermöglicht mir einen einfachen Einstieg. Ich diskutiere und ich erarbeite mit den Kindern zu Beginn des Vormittags die Bedeutung von Uniformen (Erkennung, Schutz). Fallweise schmücke ich das Thema mit z.B. Farbspielen aus. Die Fantasie der Kinder wird dabei angeregt und es entsteht eine nette spielerische und humorvolle Atmosphäre.  Ich frage die Kinder auch manchmal wozu der Gürtel mit dem Staatswappen dient: als Schutz oder zur Erkennung? In einer Klasse antworteten sie: zum Schutz.  Da ich die Kinder nicht demotivieren wollte meinte ich daraufhin: natürlich auch zum Schutz- will ja meine Hose nicht verlieren!

 

 

 

Helfen, wenn jemand Hilfe benötigt

         dies ist mein grundsätzlicher Leitfaden an den Vormittagen.

 

  

Ich versuche verständlich zu machen, dass man nur eines falsch machen kann, nämlich: wegzusehen und nicht zu helfen. Ein weiteres Anliegen meinerseits ist die Vermittlung der Art der Hilfeleistung. Wenn der Hilfsbedürftige reden kann, fragt man welche Hilfe derjenige benötigt. Ich versuche die Kinder zu überzeugen, dass diese Hilfe mit gesundem Menschenverstand  geleistet werden kann. Mir ist es auch ein Anliegen den Kindern nahe zu legen, dass sie gesetzlich geschützt sind. Wenn ihnen etwas nicht in Ordnung vorkommt, können Sie sich an einen Erwachsenen wenden. In der Vermittlung erarbeite ich mit den Kindern die wichtigsten Inhalte mittels Rollenspiel. So kann auch die Rettungskette in Fleisch und Blut übergehen!

 

Die Zusammenarbeit mit den Experten vor Ort, also den Lehrkräften, liegt mir sehr am Herzen. So können wir mit vereinten Kräften grundsätzliche Anliegen, welche wir alle für unsere Jugend haben, gut bei dieser anbringen.

 

Ich habe sehr viel Freude daran die Kinder zu beobachten, wenn sie mit viel Engagement und Motivation  Wissen sammeln und Erlebnisse, wie: Ich habe sogar meine Lehrerin in die stabile Seitenlage bringen können, obwohl sie soooo groß und schwer ist!, mit Stolz erfüllt erzählen.

 

Elisabeth Heinrich

 

 

Die Photos wurden von der Volksschule Johann Hoffmann-Platz 20 (1120 Wien) zur Verfügung gestellt. Am 7. Jänner 2010 war eine Trainerin vom Wr. Jugendrotkreuz in der 2A und hat mit den Kindern das Programm durchgeführt.

Vielen Dank für die Photos!

   
 
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