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PODCAST #14 l Gewaltfreie Kommunikation

Empathie und Aufrichtigkeit sind nach Marshall B. Rosenberg Grundvoraussetzung gelingender Kommunikation. Er geht davon aus, dass die Form, in der Menschen miteinander kommunizieren, einen entscheidenden Einfluss darauf hat, ob sie Empathie für sich selbst und ihr Gegenüber entwickeln und ihre Bedürfnisse erfüllen können. Außerdem nimmt er an, dass Menschen gerne kooperieren, wenn sie es freiwillig tun können und wenn ihre Anliegen ernst genommen werden. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) soll helfen, sich ehrlich und klar auszudrücken und empathisch zuzuhören. Sie ist u.a. auf die Bedürfnisse und Gefühle gerichtet, die hinter Handlungen und Konflikten stehen.

Die verblüffende Einfachheit der 4-Schritte-Methode (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) in der GFK lässt sich auch genauso in eine Haltung und durch etwas Übung auch in der Praxis für jede*n Pädagog*in umsetzen. Es braucht dann noch etwas Mut um es zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Wenn es klappt, wird man vor allem in schwierigen Gesprächssituationen selbstsicherer auftreten und kommunizieren, ohne dabei die Beziehung in Frage zu stellen.

GFK soll in diesem Sinne sowohl bei der Kommunikation im Alltag als auch bei der friedlichen Konfliktlösung im persönlichen und beruflichen Bereich hilfreich sein. Im Vordergrund steht, eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht.

Gast

Gabriele Grunt, zertifizierte Trainerin für „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg des Center for Nonviolent Communication (CNVC); Kulturanthropologin; Freizeitpädagogin und freie Kommunikationstrainerin; Referentin an der Universität Wien und Pädagogischen Hochschule für Aus- und Fortbildungen von Pädagog*innen im Bereich der GFK, Leiterin von Workshops an Schulen und für Eltern, nationale und internationale Projekte. www.echt.info

Themen

  • Es geht mir so auf die Nerven, dass du überall deine Sachen herumliegen lässt!" „Es geht mir so auf die Nerven, dass Du immer zu spät kommst!“. Klassische Sätze, die die meisten Kinder schon einmal gehört haben. Klingt zunächst ziemlich harmlos, in Wahrheit verstecken sich dahinter aber Vorwürfe, Beschuldigungen und Forderungen. Erreicht man damit sein Ziel?
  • Bevor uns die Luft ausgeht, brauchen wir gute Methoden zur Konfliktlösung. Wer Frieden schaffen will, muss nicht nur darauf achten, was er sagt – sondern auch darauf, wie er es sagt. Eine Methode dabei ist die GFK. Wie entstand die GFK? Was beinhaltet das Konzept und welche Techniken beinhaltet die GFK?
  • Welche Rolle spielen die Bedürfnisse aller Beteiligten bei der GFK?
  • Können auch Kinder diese Methode erlernen?
  • Welche Möglichkeiten habe ich als Pädagog*in, diese Methode in das schulische Zusammenleben/Klassenleben zu integrieren und zu etablieren?
  • Gibt es typische Konfliktsituationen im schulischen Kontext, bei denen die GFK helfen kann?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Pädagog*innen? Tipps (Literatur, Materialien für den Unterricht, Workshops, etc.)

Kontakt

Kompetenzzentrum.MOBBING
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Wiener Jugendrotkreuz
Safargasse 4
1030 Wien
Tel:01/79 580-8207 oder -8200