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MENSCHENRECHTE

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen. (Art. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Am 10. Dezember wird der Internationale Tag der Menschenrechte begangen (United Nations | Human Rights Day). Dass die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 als Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet worden sind, wissen viele. Aber nur wenige Menschen wissen, dass eine Frau die Erklärung verlesen hat.

Um drei Uhr nachts verkündete Eleanor Roosevelt, Vorsitzende der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen und Witwe des ehemaligen US-Präsidenten, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Diese besteht aus 30 Artikeln und enthält grundlegende Ansichten über die Rechte, die jedem Menschen zustehen sollten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand und unabhängig davon, in welchem rechtlichen Verhältnis er zu dem Land steht, in dem er sich aufhält. 

Das Rote Kreuz l Menschlichkeit und Menschenrechte

Was hat das Rote Kreuz mit den Menschenrechten zu tun?

Die Arbeit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist von den sieben Rotkreuzgrundsätzen geprägt. Der oberste Grundsatz ist der Grundsatz der Menschlichkeit. Eines der zentralen Ziele dieses Grundsatzes ist die Schaffung von Achtung vor der Würde des Menschen. Letztlich verfolgen die Menschenrechte das gleiche Ziel: Sie formulieren Rechte, die für jeden Menschen gelten und sind von der Achtung vor dem Leben und dem Glauben an den Wert eines jeden Menschen getragen.

Daraus leiten sich die Rechte des Menschen ab, die in der Erklärung verkündet werden: Das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, Gedanken- und Glaubensfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Bildung, Arbeit, Gesundheit und Wohlbefinden sind nur einige Beispiele für Rechte, die für alle Menschen gelten. 

Wie setzt sich das Rote Kreuz für die Umsetzung der Menschenrechte ein? 

Wir kümmern uns um die Menschen, die aufgrund ihrer Lebenslage besonders verletzlich sind. Beispielsweise um wohnungslose Menschen. So gibt es in der kalten Jahreszeit die Wärmestube oder auch die Winternotquartiere der Wohnungslosenhilfe des Wiener Roten Kreuzes: Menschen ohne Obdach können sich hier aufwärmen, heiße Getränke und ein Mittagessen zu sich zu nehmen, sich duschen und Wäsche waschen, nachts warm und sicher schlafen.

Menschenrechte und Humanitäres Völkerrecht

Die Menschenrechte sind ein internationales Regelwerk, das auf völkerrechtlichen Verträgen und dem Gewohnheitsrecht beruht. Sie gelten für alle Menschen jederzeit und unter allen Umständen. Ihr Zweck besteht darin, das Leben und die Würde der Menschen vor staatlicher Willkür zu schützen.

Besonders bedroht war die Einhaltung der Menschenrechte immer schon während bewaffneter Konflikte. Deswegen wurde das humanitäre Völkerrecht geschaffen, ein Regelwerk zum Schutz der grundlegendsten Menschenrechte in Zeiten bewaffneter Konflikte. Dem Roten Kreuz wurde dabei eine besondere Rolle in der Überwachung der Einhaltung übertragen, etwa durch den Besuch von Kriegsgefangenenlagern. Grundregeln, Basiswissen zu gemeinsamen Bestimmungen sowie Hintergrundinformationen, Stundenbilder (differenziert nach Altersgruppen), zusätzliches Material, Übungen, Methoden (on- und offline) bieten wir als Download an.

Workshops zum humanitären Völkerrecht in den Schulen | Online-Workshops

Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) | Hilfe für Inhaftierte

Jeden Tag werden Menschen gefangen genommen und Gefahren ausgesetzt: Sie verlieren den Kontakt zu ihren Familien oder müssen unmenschliche Lebensbedingungen ertragen, wie mangelhafte Ernährung, schlechtes Wasser und eine unzureichende medizinische Versorgung. Das IKRK bemüht sich darum, für alle Gefangenen eine menschliche Behandlung und humane Haftbedingungen zu gewährleisten, unabhängig von den Gründen ihrer Inhaftierung. Es setzt sich ebenfalls dafür ein, das Leid der Familien zu lindern, insbesondere durch die Wiederherstellung der Kommunikation zwischen den Gefangenen und ihren

Angehörigen.

Was das IKRK für Inhaftierte tut

Video: A day in the life of a prison delegate | Working For The ICRC

Themenreihe "Konkret" im Unterricht l Wissen – Impulse – Medien

Die Themenreihe „Konkret“ des ÖJRK bietet für PädagogInnen eine Sammlung von aktuellen, kompakten Informationen zu humanitären Themen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen. Neben verständlichen Sachinformationen finden sich spannende Diskussionsimpulse und Tipps für den Einsatz in der Schulklasse. Alle Materialien stehen kostenlos als Download zur Verfügung.

Themen:

  • Menschenrechte
  • Hunger
  • Bildung für alle?
  • Flucht und Asyl
  • Landminen
  • Kinderarbeit
  • Kindersoldaten

Zeig Zivilcourage! l Menschenrechte schützen

Zivilcourage beinhaltet die Bereitschaft und Fähigkeit, die eigene Sicherheit und Bequemlichkeit in einer unangenehmen oder auch bedrohlichen Situation zurückzustellen, um sich für eine als gerecht erachtete Sache einzusetzen und entsprechend aktiv zu werden.

In schwierigen Situationen, in denen andere Menschen verbal oder tätlich angegriffen werden, gut zu reagieren, kann geübt werden. Der erste Schritt ist, die Situationen wahrzunehmen: Hinsehen statt Wegsehen. Zivilcourage kann man lernen!

Im Rahmen unseres Themenschwerpunkts #humanity haben wir zahlreiche Hintergrundinformationen, Stundenbilder, Werteboxen, Materialien und Methoden für die Primar- und Sekundarstufe zum Thema Zivilcourage zusammengestellt. Ziel ist, den SchülerInnen Handlungsstrategien zu vermitteln, um selbst gegen Unrecht aktiv zu werden und Zivilcourage im Alltag zu leben.


Kontakt

Karin   Kufner-Humer
Mag.
Karin Kufner-Humer
, MAS
Landesgeschäftsführerin
Wiener Jugendrotkreuz
Safargasse 4
1030 Wien
Tel:01/79 580-8201