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Wie funktioniert ein Atomkraftwerk?

(Siedewasserreaktor)

 
Der Siedewasserreaktor (kurz SWR) ist ein Kernreaktor, der dem Druckwasserreaktor (DWR) in vielem ähnelt. Siedewasserreaktoren und Druckwasserreaktoren sind Leichtwasserreaktoren. Der SWR hat nur einen Wasser-/Dampfkreislauf. Der radioaktive Kreislauf ist somit nicht auf den Sicherheitsbehälter beschränkt. Die typische Auslegung eines Siedewasserreaktors erreicht bisher nur in Krümmel und Gundremmingen (1400 MWbzw. 1345 MW) die Leistung der bisher entworfenen Druckwasserreaktoren (1300MW). Der erreichbare Wirkungsgrad eines Siedewasserreaktors liegt geringfügig über dem Wert für Druckwasserreaktoren wegen der fehlenden Wärmeübertragerverluste.

Durch Bildung von Dampfblasen direkt auf den Brennstäben erfolgt eine lokal ungleichmäßige Benetzung der Brennelementestäbe und im Ergebnis an der Oberfläche der Brennstäbe eine dynamisch wechselnde Wärmeverteilung mit besonderer Korrosionsgefahr in der Dampfphase. Diese dynamische Wärmeverteilungbietet ein gutes Regelverhalten für die Kontrolle der Kernspaltung bei hoher Ausnutzung der freiwerdenden Energien.

(Quelle: Wikipedia)