Als Jugendmentor:in bist du Kontaktperson für junge Menschen direkt in deinem Leistungsbereich im Roten Kreuz. Du kennst dich in deinem Tätigkeitsbereich gut aus und setzt dein Wissen gezielt ein, um junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren bei ihrem freiwilligen Engagement zu begleiten. Mit einem offenen Ohr und einem wachsamen Blick sorgst du dafür, dass sie in einem sicheren und unterstützenden Rahmen in die Freiwilligkeit starten können. Als verlässliche Ansprechperson stehst du ihnen zur Seite und unterstützt sie dabei, Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Jugendmentor:in im Roten Kreuz
Warum sich als Jugendmentor:in engagieren?
Es gibt viele gute Gründe, sich freiwillig zu engagieren – junge Menschen dabei zu begleiten, ist eine ganz besondere Freude. Du bringst deine Stärken ein, lernst die nächste Generation kennen und erlebst das Rote Kreuz aus einer neuen Perspektive. Gleichzeitig gibst du dein Wissen weiter und wächst auch selbst daran.
Du hast eine Frage? Wir haben die Antwort!
In deiner Tätigkeit als Jugendmentor:in wirst du vielleicht das ein oder andere Mal mit Fragen oder herausfordernden Situationen konfrontiert. In diesen FAQs findest du Antworten und hilfreiche Orientierung. Wichtig: In deinem Bundesland stehen dir jederzeit Kolleg:innen zur Seite, die dich bei Fragen oder Problemen unterstützen.
Motivation ist super, aber wenn jemand immer und überall im Einsatz ist, kann es zu viel werden. Sprich die Person in einem passenden Rahmen an, schildere deine Eindrücke und frag, wie es ihr geht. So zeigst du, dass sie nicht alleine ist, und ihr könnt gemeinsam überlegen, welche Schritte für ihr Mitwirken sinnvoll sind.
Das kann passieren, besonders am Anfang. Gib der Beziehung eine Chance oder sprich das Problem offen an. Wenn es gar nicht klappt, melde dich beim Freiwilligenkoordinator:in, damit jemand anderes die Betreuung übernehmen kann.
Junge Menschen haben oft viel zu tun, aber Verlässlichkeit ist wichtig. Sprich die Person im Gespräch oder während eines Dienstes darauf an. Hält das Verhalten an, besprecht mögliche Konsequenzen, z. B. dass keine Dienste mehr übernommen werden können.
Danke, dass dir auffällt, dass etwas nicht stimmt. Wenn du ein gutes Verhältnis hast, sprich die Person in einem ruhigen Rahmen offen an, schildere deine Beobachtungen und gib ihr Raum zu antworten. Wenn du unsicher bist oder die Reaktion dich überfordert, wende dich an die KSB in deinem Bundesland oder das Jugendservice – sie unterstützen dich gerne.
Hier ist ein Leitfaden für sensible Gespräche, der dir vielleicht hilft!
Es ist völlig okay, wenn sich Interessen ändern. Melde dich bei der Freiwilligenkoordination in deinem Bezirk oder Bundesland, um gemeinsam die nächsten Schritte zu besprechen.
Jugendliche zwischen 16–18 Jahren können meist selbst direkt kommunizieren. Zu Beginn ist es normal, dass Eltern/ Erziehungsberechtigte mehr Fragen haben – darauf kannst du eingehen. Hält das Interesse an, sprich offen über deine Kapazitäten und zieh klare Grenzen. Bei Unsicherheiten hilft dir das Jugendservice gerne.
Im Akutfall kümmern sich die zuständigen Personen vor Ort und füllen Unfallberichte aus – wie bei allen Freiwilligen. Danach ist wichtig, mit der jungen Person in Kontakt zu bleiben, nachzufragen, wie es ihr geht, was sie braucht, und ggf. beim Wiedereinstieg zu unterstützen.
Verlässlichkeit ist wichtig. Sprich die Person in einem Gespräch darauf an, erkläre, warum Termine wichtig sind, setze klare nächste Schritte und beobachte, ob sich das Verhalten bessert. Funktioniert es weiterhin nicht, muss ein Off-Boarding besprochen werden.
Im Roten Kreuz bist du nicht allein. Wenn du nicht weiterweißt, kannst du dich – je nach Thema – an die verantwortliche Person in deinem Dienstleistungsbereich, die Freiwilligenkoordination oder das Jugendservice im Jugendrotkreuz wenden. Melde dich gerne – wir helfen dir!
Gut, dass du aufmerksam bist. Wenn du ein vertrauensvolles Verhältnis hast, sprich die Person behutsam in einem ruhigen Rahmen an und teile deine Beobachtungen. Achte darauf, sensibel vorzugehen, da das Thema oft mit Scham verbunden ist, und gib Raum für eigene Reaktionen. Biete Unterstützung an und informiere dich vorab über passende Hilfsangebote in deinem Bundesland. Wenn du unsicher bist, wende dich an die KSB oder das Jugendservice – sie unterstützen dich gerne.
Hier ist ein Leitfaden für sensible Gespräche, der dir vielleicht hilft!
Unpassendes Verhalten wird nicht toleriert. Wenn du es beobachtest oder davon erfährst, handle bitte sofort: Schreite ein, setze klare Grenzen und sprich anschließend mit der betroffenen jungen Person. Informiere in jedem Fall die verantwortliche Person in der Dienstleistung, um nächste Schritte zu definieren. Bei Bedarf kannst du auch die KSB miteinbeziehen.
Unpassendes Verhalten wird nicht toleriert. Führe ein klärendes Gespräch mit der jungen Person, erkläre, warum das Verhalten nicht in Ordnung ist, und versuche die Hintergründe zu verstehen. Verweise auf unsere Grundsätze und die Verhaltensrichtlinie. Vereinbart konkrete Schritte zur Verbesserung. Bei wiederholtem Verhalten sind weitere Maßnahmen wie Suspendierung zu prüfen.
Suche zunächst das Gespräch und kläre in ruhiger Atmosphäre, woran es liegt. Vermittle klar die Erwartungen, verweise ggf. auf unsere Grundsätze und die Verhaltensrichtlinie. Haltet gemeinsam fest, was es braucht, damit es besser läuft. Wenn sich nichts ändert, müssen weitere Schritte wie Suspendierung oder ein Off-Boarding geprüft werden.
Lisa Hofmayer
Lisa Hofmayer
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