Young Carers erzählen...
Was prägt den Alltag von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer Young Carer Rolle befinden? Was erleben sie? Was bewegt sie?
Die Geschichten von Laura, Tobias, Lazar, Adina und Lisa zeigen was es bedeutet, ein Young Carer zu sein. Schon in jungen Jahren übernehmen sie Betreuungsaufgaben und Verantwortung für erkrankte Angehörige. Sie müssen Schule, Alltag und Betreuung miteinander vereinbaren. Die Sorge um das erkrankte Familienmitglied ist dabei immer präsent. Individuelle Freizeit, Freundschaften und unbeschwerte Momente kommen oft zu kurz.
Laura
Laura musste nach dem Unfall ihrer Mutter früh Verantwortung übernehmen. Neben Schule und Alltag war es für sie besonders wichtig, für ihre Mutter da zu sein. Ihre Geschichte zeigt, wie belastend diese Rolle sein kann und wie wichtig Unterstützung und Entlastung für Young Carers sind.
Tobias
Tobias ist leidenschaftlicher Fußballspieler und Schiedsrichter. Der Sport hilft ihm, mit der Erkrankung seines Vaters umzugehen, für den er gemeinsam mit seinem Bruder viel Verantwortung übernommen hat. Besonders wichtig sind für ihn Ausgleich, Halt und Momente, in denen er einfach Kind sein kann.
Lazar
Lazar musste schon als Kind viel Verantwortung übernehmen, als seine Mutter schwer an Krebs erkrankte. Für ihn war es besonders wichtig, für sie da zu sein und sie zu unterstützen. Kraft und Halt fand er vor allem im Fußball und im Austausch mit anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Chiara
Chiara-Marie unterstützt ihren krebskranken Vater im Alltag, besonders wenn ihre Mutter im Dienst ist. Neben Schule und Freizeit trägt sie viel Verantwortung, erlebt Belastungen wie Schlafprobleme und eingeschränkte Kindheit. Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig Unterstützung, Entlastung und Austausch mit Gleichaltrigen ist.
Adina & Lisa
Im Juniorcamp finden Kinder mit Pflegeverantwortung in der Familie einen Ort, an dem sie sich verstanden fühlen und einfach sie selbst sein können. Besonders wichtig ist für Adina und Lisa das Gefühl, nicht allein zu sein: Hier treffen sie auf andere mit ähnlichen Erfahrungen, werden akzeptiert und können ihre Sorgen teilen, ohne sich erklären oder rechtfertigen zu müssen.